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    Beim Segeln bläst der Wind den Kopf frei. 

Als, Stadt - Land - Fjord

Zu einer der schönsten und zugleich geschütztesten Buchten Dänemarks gehört die Dyvig, im Norden der Insel Als gelegen.

Nicht weit von unserem Heimathafen in der Flensburger Förde entfernt liegt Als. Wir segeln immer wieder gerne durch den schmalen Als Sund, der mit dem nördlich gelegenen Als Fjord die langgestreckte Insel vom westlichen Festland Dänemarks trennt. Ebenso lieben wir es, in der Dänischen Südsee unterwegs zu sein, die sich nördlich und östlich von Als erstreckt.

Mit einer Fläche von rund 312 Quadratkilometern gehört Als zu den größeren Inseln Dänemarks. An deren Südspitze ragt der 18 Meter hohe, öffentlich zugängliche Leuchtturm Kegnæs Fyr heraus, der von oben einen weiten Blick über die kleinen Städte und Ortschaften sowie die hügelige Landschaft ermöglicht. Als Fahrtensegler verbringen wir gerne mehrere Tage auf der Insel.

Die größte Stadt auf Als ist Sønderborg, im Südwesten gelegen. Die Altstadt mit ihrer studentisch geprägten Fußgängerzone und imposanten Hafenpromenade gehört zur Insel, während sich der westliche Teil, durch den Als Sund getrennt, auf dem Festland befindet. Die nächste Öffnungszeit der Kong Christian X’s Bro, die beide Stadtteile Sønderborgs miteinander verbindet, wird mit einer Digitalanzeige an der Brücke bekannt gegeben.

Weitere reizvolle Städte und Orte auf Als sind beispielsweise Augustenborg am gleichnamigen Fjord oder das an einem Binnensee gelegene Nordborg. Darüber hinaus laden Wege und Pfade zum Spazieren oder Wandern durch die malerische Landschaft ein. Die ganze Insel lässt sich mit dem Fahrrad oder Bus sehr gut erkunden.

Auf Als gibt es mehrere Häfen und Ankerplätze:

Sønderborg
In Sønderborg können Segler entweder im Stadthafen oder im Yachthafen festmachen.

Im Stadthafen legen die Boote längsseits an der Pier an. Da das Ambiente an der Hafenpromenade mit seinen Restaurants und Cafés bei Seglern sehr beliebt ist, ist der Hafen in den Sommermonaten schnell überfüllt.

Der Yachthafen mit rund 600 Liegeplätzen - darunter etwa 120 Plätze für Gastlieger - ist etwa eineinhalb Kilometer vom Zentrum entfernt. Über einen Fußweg am Ufer gelangt man von der Marina direkt zur Hafenpromenade und in die Fußgängerzone. Neben einem Kiosk gibt es eine Tankstelle mit Marinediesel.

Sowohl der Stadthafen als auch der Yachthafen sind nachts problemlos anzulaufen. Von Süden kommend, sind jedoch die Westkardinaltonne und die rote Fahrwassertonne (beide befeuert) zu beachten.

Augustenborg
Am Ende des Augustenborg Fjords liegt die gleichnamige Kleinstadt, knapp zehn Kilometer von Sønderborg entfernt. Der Yachthafen bietet 216 Plätze für Segelyachten bis zu 20 Meter Länge und eine Dieseltankstelle.

Der Yachthafen wird über ein gut betonntes Fahrwasser (Solltiefe: drei Meter) angelaufen.

Dyvig und Mjels Vig
Zu einer der schönsten und zugleich geschütztesten Buchten Dänemarks gehört die Dyvig. Die im Norden der Insel Als gelegene Bucht, die sich gut zum Ankern eignet, ist von Wiesen, Feldern und Wäldern sowie einem kleinen Weinberg umgeben.

Achtung: Um in die Bucht zu gelangen, sollte man sich auf alle Fälle vom flachen Ufer beidseitig fernhalten. In der vorgelagerten Bucht, der Stegsvig, steuert man auf die beiden Häuser am Ende der Bucht zu. Durch eine betonnte, jedoch schmale Fahrrinne gelangt man in die Dyvig. Wer zum ersten Mal die Dyvig anlaufen möchte, sollte dies nicht im Dunkeln versuchen. Immer wieder haben Segelyachten Grundberührung.

Es gibt zwei Yachthäfen in unmittelbarer Nachbarschaft: Dyvig Bro und Dyvig Bådelaug.

Dyvig Bro liegt an der Nordseite direkt vor einem kleinen, romantischen Badehotel, das sich optisch in das Landschaftsbild einfügt. Es gibt eine Tankstelle mit Diesel. Das Angebot der Marina wird ständig erweitert.

Südlich davon befindet sich Dyvig Bådelaug. Dort gibt es einen kleinen Lebensmittelladen im Hafengebäude.

Die nächste Stadt mit Supermärkten und kleinen Geschäften ist Nordborg, etwa drei Kilometer von der Dyvig entfernt. Im Hochsommer besteht eine Busverbindung nach Nordborg.

Von der Dyvig aus führt ein Abzweig in die Nebenbucht Mjels Vig, dessen Fahrwasser privat betonnt ist. Die Bucht eignet sich wie die Dyvig gut zum Ankern. Größere Yachten sollten die Nebenbucht aufgrund der geringen Wassertiefe jedoch meiden. Die Wassertiefe des kleinen Yachthafens im südöstlichen Teil der Bucht beträgt etwa 1 bis 2,1 Meter. Die Sanitäranlagen sind sehr einfach. 

Fynshav
An der Ostküste von Als liegt Fynshav. Von dort aus bestehen Fährverbindungen nach Fyn und Ærø. Südlich des Fährhafens gibt es einen Yachthafen mit rund 200 Liegeplätzen. Verproviantieren können sich Segler in einem Lebensmittelgeschäft im Ort.

Die Ansteuerung ist bei Tag und Nacht möglich. Allerdings ist der Sportboothafen unbefeuert und sollte von Ortsunkundigen bei Nacht oder verminderter Sicht nicht angelaufen werden. Zu beachten sind die zeitweise quersetzende starke Strömung, Grundseen vor der Hafeneinfahrt sowie Stellnetze.

Mommark
Der kleine Fischerei- und Yachthafen an der Ostseite der Insel wird seit ein paar Jahren von Seglern zunehmend gerne angelaufen. Das erneuerte Areal mit Schwimmstegen, einem Campingplatz und einem Restaurant bietet eine schöne maritime Atmosphäre. Direkt neben dem Hafen befindet sich ein Sandstrand.

Nachts ist die Hafeneinfahrt befeuert, sollte aber nachts nur von Ortskundigen angelaufen werden. Beim Anlaufen ist das Flach nordöstlich des Hafens zu umfahren. Die beiden grünen und roten Tonnen, die die Zufahrt in das Fahrwasser markieren, sind selbst am Tage kaum zu erkennen.

Høruphav
Høruphav liegt am Nordufer der Bucht Hørup Hav im Süden von Als. Der Yachthafen liegt in landschaftlich grüner Umgebung und nicht weit von Sønderborg entfernt. Ein Fahrradweg führt direkt dorthin.

Es gibt eine Dieseltankstelle vor Ort sowie einen Lebensmittelladen in der Nähe des Hafens.

Der Hafen kann problemlos nachts bzw. bei verminderter Sicht angelaufen werden. Jedoch ist die Untiefe Trillen, die mit einer roten Tonne bezeichnet ist, zu umfahren.

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