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    Beim Segeln bläst der Wind den Kopf frei. 

Langeland, eine Insel zum Erkunden

Der Hafen von Bagenkop ist der größte Fischereihafen der Insel und wird von vielen Segelyachten angelaufen.

Die Insel, die ihren Namen der schmalen, langgezogenen Form verdankt, liegt im Südfünischen Inselmeer. Sie ist von der Kieler Bucht und der Flensburger Förde aus schnell zu erreichen, sodass wir immer wieder während eines Segeltörns in einem der dortigen Häfen anlegen und ein weiteres Stück der knapp 285 Quadratkilometer großen Insel erkunden. Langeland bietet uns mehr als nur die Möglichkeit eines kurzen Zwischenstopps.

Neben Steilküsten gibt es auf Langeland viele Sandstrände mit einer Gesamtlänge von rund 140 Kilometern. Eine Besonderheit dieser Insel sind jedoch die hutförmigen, bis etwa 20 Meter hohen Hügel, die "Hatbakker". Ansonsten ist die teilweise bewaldete Landschaft, die Vögeln und Wildpferden eine Heimat bietet, eher flach.

Auf Langeland leben fast 12.400 Menschen. Der Hauptort ist Rudkøbing, eine alte Provinzstadt mit kleinen Geschäften. Neben reetgedeckten Fachwerkhäusern und Gutshöfen machen Schlösser, beispielsweise das "Trænekær Slot", den Charme der Insel aus. Zu erwähnen sind auch prähistorische Stätten wie Grabhügel und -gänge.

Langeland ist durch Brücken mit anderen Inseln verbunden. Darüber hinaus verkehren Fähren zwischen dieser und anderen Inseln. Für Segler gibt es mehrere Häfen.

Bagenkop
Bagenkop ist eine kleine Stadt an der Westküste im äußersten Süden mit rund 470 Einwohnern. Der Hafen ist jedoch der größte Fischereihafen der Insel und wird von vielen Segelyachten angelaufen, die im nordöstlichen Hafenbecken anlegen können. In der Nähe des Hafens befindet sich ein Supermarkt.

Der Hafen lässt sich auch nachts problemlos anlaufen. Die Ansteuerung erfolgt mit 102,3° (Richtfeuerlinie und weißer Sektor des Leuchtfeuers), wobei auf Stellnetze zu achten ist.

Ristinge
Der kleine Fischereihafen liegt an der südlichen Westküste in einer Bucht mit Sandstrand. In dem etwa 500 Meter entfernten Ort gibt es einen Lebensmittelladen.

Die Ansteuerung erfolgt durch eine betonnte, jedoch unbefeuerte Fahrrinne. Daher sollte der Hafen nachts und bei verminderter Sicht nicht angelaufen werden. Kritisch ist der Versandungszustand, über den man sich vorab erkundigen sollte. Bei nördlichem bis nordöstlichem Wind kann 1,0 Meter Hochwasser, bei südwestlichem Wind 1,0 Meter Niedrigwasser auftreten.

Rudkøbing
Der größte Ort Langelands liegt an der Westküste und hat knapp 4.600 Einwohner. Segler können sowohl im großen Handelshafen als auch im Yachthafen anlegen. Der Fährhafen und der Fischereihafen sind für Sportboote jedoch gesperrt.

Die Häfen können auch nachts über das betonnte und befeuerte Rudkøbing Løb angesteuert werden. Zu beachten ist das Flach westlich der Einfahrt des nördlichen Yachthafens.

Dageløkke
Die kleine Ortschaft liegt an der Westküste Langelands, nördlich von Rudkøbing. Der Hafen bietet rund 100 Liegeplätze. In einem kleinen Laden können sich Segler mit Lebensmitteln eindecken.

Die Ansteuerung erfolgt durch eine Fahrrinne und ist auch nachts problemlos möglich. Die Ansteuerung erfolgt mit 122° (Richtfeuerlinie). Vorsicht: Der südliche Wellenbrecher kann nachts leicht übersehen werden; dieser befindet sich sehr nah an der Ansteuerungslinie.

Lohals
Der Fischer- und Yachthafen ist der nördlichste Hafen Langelands und liegt an der Westküste gegenüber der Stadt Lundeborg auf der Insel Fünen. Die kleine Hafenstadt ist zugleich ein beliebter Badeort.

Der Hafen kann nachts angesteuert werden. Trotzdem ist auf das langgezogene Flach im Westen der Nordspitze von Lohals zu achten.

Spodsbjerg
Der einzige an der 30 Seemeilen langen Ostküste Langelands liegende Hafen besteht aus einem Yacht-, einem Fischerei- sowie einem Fährhafen. Der Yachthafen bietet 180 Booten Platz.

Der Hafen kann auch nachts auf sicheren Tiefen problemlos angelaufen werden. Dabei dient die Richtfeuerlinie des Fährhafens als Orientierung; die Ansteuerung erfolgt mit 286,5°.

Weitere Infos
>> langeland.dk (www)

>> Druckversion (PDF)