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    Beim Segeln bläst der Wind den Kopf frei. 

Lyø, Perle der Dänischen Südsee

Insel Lyø in der Dänischen Südsee bei Sonnenaufgang.

Zu den kleinen Inseln Dänemarks, die wir immer wieder anlaufen, gehört Lyø. Beim ersten Mal - es war im Oktober - lagen wir fast allein im Hafen. Im Sommer wird Lyø jedoch von vielen Seglern aufgesucht. Auch Nichtsegler zieht es auf die Insel, die einst für Strafgefangene bestimmt war. Heute verkehrt eine Fähre zwischen Lyø, der Nachbarinsel Avernakø und dem etwa 13 Seemeilen entfernten Fåborg (Fünen).

Die rund sechs Quadratmeter kleine Insel mit ihren knapp 100 Bewohnern liegt südlich von Fünen. Das unweit vom Hafen gelegene Dorf Lyø By zählt mit seinen Teichen und seiner Kirche zu einem der schönsten Dörfer Dänemarks. In dem kleinen Kaufmannsladen können sich Segler mit Lebensmitteln eindecken. Restaurants sind aber nur in den Sommermonaten geöffnet.

Lyø lässt sich sehr gut zu Fuß und mit dem Fahrrad erkunden. Auf dem höchsten Punkt der Insel, 24 Meter über dem Meeresspiegel, befindet sich eine alte Mühle. Zudem gibt es mehrere Badestrände. Auch kulturgeschichtlich hat Lyø einiges zu bieten. Beispielsweise liegt am nördlichen Strand einer der größten Findlinge Dänemarks, der mit einer alten Sage behaftet ist.

Der reizvolle Inselhafen bietet neben den Sanitäreinrichtungen inklusive Waschmaschine und Wäschetrockner einen Aufenthaltsraum und Grillstellen an Land. Die Benutzung von Strom und Wasser auf der Steganlage ist in der Liegegebühr enthalten. Vorsicht: Das Holz dieser Steganlage ist bei Nässe besonders glatt!

Exakte Navigation ist bei der Ansteuerung des Hafens erforderlich. Von Westen kommend, muss man sich vom Lyø Rev freihalten, von Osten kommend, von den Untiefen Lyø Sand und Knastegrund. Nachts leiten zwei Richtfeuer in 166° zur Hafeneinfahrt.

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