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    Beim Segeln bläst der Wind den Kopf frei. 

Møn, eine vielfältige Insel

Entlang der Ostküste erstrecken sich die Kreidefelsen von Møn.

Nach einem sonnigen Schlag am Wind lag ich mit meinem Boot im Hafen von Klintholm und genoss dessen Atmosphäre - ebenso wie die wenigen Touristen auf den Terrassen ihrer kleinen Ferienhäuser, die in die Hafenanlage integriert sind. Es war Mitte Mai, und ich war zum ersten Mal auf Møn.

Die Insel liegt zwischen der Südspitze Sjællands und der Ostspitze Falsters, getrennt durch den Bøgestrøm, die Stege Bugt, den Ulvsund und den Grønsund. Entlang der gesamten Ostküste erstrecken sich rund sechs Kilometer lang die Kreidefelsen von Møn, die an die ebenso berühmten Kreidefelsen von Rügen erinnern. Dafür gibt es auch eine Erklärung: Beide Inseln wurden durch tektonische Verschiebungen zeitgleich an die Erdoberfläche gehoben und bestehen aus 70 Millionen Jahre alter Kreide.

Mit einer Fläche von rund 218 Quadratkilometern besteht Møn weitgehend aus Wiesen und Feldern. Viele der knapp 9.400 Bewohner wohnen in Stege, dem größten Ort an der gleichnamigen Bucht und am Stege Nor, einem bei Anglern bekannten Brackwassersee, der mit der Ostsee verbunden ist. Stege ist eine Kleinstadt mit gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken. Die Insel ist mit Straßen und Fahrradwegen erschlossen und über Brücken und Fähren erreichbar.

Für Segler erreichbar ist Møn über die Häfen Stege, Klintholm und Hårbølle.

Stege
Sowohl der Nordhafen als auch der Yachthafen befinden sich westlich der Klappbrücke, ebenso der ehemalige Zuckerfabrikhafen, wo es auch Liegeplätze und Sanitäranlagen gibt. Die Versorgungsmöglichkeiten sind gut. Auch Diesel und Benzin können gebunkert werden.

Die Ansteuerung erfolgt im Osten der Stege Bugt über einen vier Seemeilen langen Tonnenstrich (Wassertiefe: etwa vier Meter).Von der Ansteuerung über das Nordre Løb (Wassertiefe: etwa zwei Meter, aber auch weniger) ist abzuraten.

Klintholm
Der Fischerei- und Sportboothafen in der Hjelm Bugt ist ein guter Ausgangspunkt für einen Schlag nach Bornholm oder Südschweden; bezüglich Bornholm ist - je nach Windrichtung und -stärke - gegebenenfalls eine Nachtfahrt einzukalkulieren (Distanz zwischen Klintholm nach Rønne: rund 80 Seemeilen).

Die beiden östlichen Hafenbecken in Klintholm sind den Fischereifahrzeugen vorbehalten. Im westlichen Hafen können Yachten längsseits sowie in Boxen festmachen. Diesel gibt es im Hafen, Benzin in dessen Nähe. Die Verproviantierung ist im Dorf möglich. Zudem gibt es eine Fischräucherei nordöstlich des Hafens.

Vorsicht bei der Ansteuerung der Hafeneinfahrt: Östlich der Einfahrt befinden sich Stellnetze, die bis 1,6 Seemeilen in die Bucht reichen. Die Ansteuerung des Hafens sollte daher aus südlichen Richtungen erfolgen.

Hårbølle
Der kleine Fischerei- und Sportboothafen liegt im Südwesten der Insel, und zwar direkt im Grønsund. Der Hafen bietet nur wenige Liegeplätze und keine guten Versorgungsmöglichkeiten. Strom und Wasser am Steg sowie Sanitäreinrichtungen sind vorhanden.

Der Hafen lässt sich auch nachts gut anlaufen. Zu berücksichtigen ist dabei der quer zur Einfahrt setzende Strom im Grønsund.

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