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    Beim Segeln bläst der Wind den Kopf frei. 

Segelrevier Ammersee

Mit einer Fläche von rund 47 Quadratkilometern ist der Ammersee der drittgrößte See in Bayern. Die Windverhältnisse machen diesen See zu einem attraktiven Segelrevier. Nicht umsonst haben sich viele Segelvereine dort niedergelassen.

Im Großen und Ganzen wird das Wetter am Ammersee von zwei sommerlichen Großwetterlagen bestimmt: der Westwindlage (Tiefdruck) und der Ostwindlage (Hochdruck). Der Westwind am Ammersee dominiert. Daher sollte man das Westufer genau im Blick haben. Insbesondere bei dunklen Quellwolken, vor allem Cumulonimben, ist mit Gewittern und Böen zu rechnen. Im Vergleich zum Westwind bringt der Ostwind schönes und trockenes Wetter mit sich. Die Windstärke beträgt bei westlichen sowie östlichen Winden bis fünf Beaufort. Winde aus nördlichen Richtungen gehören entweder zum Tief oder zum Hoch.

Der Südwind tritt insbesondere bei Föhn auf und sorgt für Sonnenschein und Segelwind bei angenehmen Temperaturen. Sturmgefahr besteht jedoch, wenn der Föhn nördlich der Alpen auf besondere Abflussbedingungen trifft. Anhaltspunkte: kleine Schäfchenwolken (Cirrocumuli) oder hohe Schleierwolken (Cirrostratus) über den Alpengipfeln. Ein unmittelbarer Sturm folgt bei einer weißen, trüben Färbung des Sees im Süden.

Grundsätzlich ist bei sommerlichen Temperaturen und feuchtwarmen Luftmassen mit Wärmegewittern zu rechnen. Sie treten an schwülen und windarmen Sommertagen auf und können Sturmstärke erreichen. Aus mittelhohen Quellwolken (Altocumuli) können sich sehr schnell hochreichende Ambosswolken (Cumulonimben) entwickeln.

Neben Sturm- und Gewittergefahren sollte Folgendes auf dem Ammersee beachten werden:

Die maximale Tiefe beträgt um die 80 Meter. Jedoch gibt es Untiefen mit Felsen bis kurz unter die Wasseroberfläche an der nördlichen Einfahrt zur Herrschinger Bucht  (Rieder Eck). Ein Kreuz weist auf die Gefahrenstelle hin, die weiträumig zu umfahren ist.

Am Südende des Ammersees befindet sich ein Naturschutzgebiet. Dort brüten Vögel, die vom Aussterben bedroht sind. Die Annäherung an den Schilfgürtel ist verboten.

Privat genutzte Motorboote sind – bis auf wenige Ausnahmen – auf dem Ammersee nicht erlaubt. Achten sollte man beim Segeln vor allem auf die Fahrgastschiffe. Die Berufsschifffahrt hat Wegerecht.

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