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    Beim Segeln bläst der Wind den Kopf frei. 

Ist es sinnvoll, auch die Motorprüfung abzulegen?

Grundsätzlich gibt es für den Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen den Sportbootführerschein

  • unter Segel,
  • mit Antriebsmaschine oder
  • mit Antriebsmaschine und unter Segel.

Wer aber segeln möchte, sollte den Sportbootführerschein mit Antriebsmaschine und unter Segel in der Tasche haben, der auf bestimmten Binnenschifffahrtsstraßen, beispielsweise in Berlin und Brandenburg, vorgeschrieben ist. Ansonsten ist auf den deutschen Binnenschifffahrtsstraßen der Motorteil für Fahrzeuge mit einer größeren Nutzleistung als 11,03 kW (15 PS) erforderlich, auf dem Rhein sogar schon mit einer größeren Nutzleistung als 3,68 kW (5 PS).

Weshalb? Stell dir vor, du bist mit einem Segelboot unterwegs und der Wind lässt nach. Der Himmel verdunkelt sich und ein Gewitter droht loszubrechen. Dann gilt es, schleunigst die Segel zu bergen, den Motor - häufig ein Außenborder - anzuschalten und schnell an einen Steg oder ins Bojenfeld zu fahren und anzulegen.

Mit einem Gewitter gehen heftige Abwinde einher und die Windstärke nimmt zu - demzufolge auch der Seegang. Gewitter werden zudem von heftigen Regenschauern begleitet. Darüber kann es passieren, dass ein Blitz im Mast einschlägt, was für die Besatzung einer Jolle oder eines Hobie Cats tödlich enden kann.

Für die Motorprüfung, die in der Regel am selben Tag stattfindet, reichen erfahrungsgemäß wenige Fahrstunden aus. Selbstverständlich ist dies mit zusätzlichen Kosten verbunden. Aber Sicherheit auf einem Boot hat höchste Priorität. Und das Wetter kann schneller umschlagen als die gängigen Wetter-Apps, die durchaus nützlich sind, ankündigen.

Weitere Infos
>> Deutscher Segler-Verband (www)

>> Druckversion (PDF)